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Paulines WeltUnser Paul

Paulines Welt

Auto

Aus der alten Paulines Welt

Stehe auf Bagger und Krähne! Aber ich muß schon sagen, flippe voll aus wenn ich ein Polizeiauto sehe. Dass mit dem Tatütata ist auch ganz toll.

Wenn ich groß bin will ich mal Porsche fahren. Übe gerade das Wort richtig auszusprechen, bin schon bei Posche angekommen. Könnte sein das es diese jahr noch was wird, mit dem ganzen Wort.

Sonst schiebe ich so meinen Autos durch das Wohnzimmer und jage damit den Hund und die Katze

Ihr wisst schon, einfach geil!!!!

Heute: E-Auto, Landkreis, leise

Groß bin ich jetzt, 21, und durchs Wohnzimmer schiebe ich nichts mehr. Durch den Landkreis Merzig-Wadern fahre ich elektrisch. Kein Motorengeräusch beim Losfahren, dafür sofort Drehmoment — und ja, an Baustellen gucke ich immer noch länger hin als nötig. Bagger und Krähne bleiben geil.

Porsche kann ich inzwischen aussprechen. Fahren tue ich trotzdem ein E-Auto: alltagstauglich, leise, und auf den Strecken hier völlig ausreichend. Merzig nach Wadern, Losheim, Mettlach, Perl — das sind keine Langstrecken-Heldengeschichten. Das ist Kreis, Landstraße, mal A8, mal eine enge Ortsdurchfahrt mit 30.

Wenn ich mit dem E-Auto durch den Kreis fahre, ist Weiskirchen mein Lieblingsdorf zum Durchfahren. Nicht weil ich dort wohnen müsste — weil die Strecke stimmt: Wald, Kurven, das Dorf, weiter. Manchmal reicht genau das: durchfahren, kurz gucken, leise weiter.

Reichweite ist im Saarland vor allem Kopfsache. Wer jeden Tag zwischen den Orten pendelt, kommt mit einer Ladung durch die Woche, wenn nachts die Wallbox oder die Steckdose zu Hause ihre Arbeit macht. Öffentlich lade ich, wenn es sich ergibt: Einkaufen in Merzig, ein Stopp Richtung Saarbrücken, mal schnell an der Säule, während der Kaffee fertig wird. Schnelllader an der Autobahn sind gut, wenn es nach Luxemburg oder weiter raus geht. Für den Kreis reichen oft die langsameren Dinger.

Was man hier merkt: die Hügel. Weiskirchen, Wadern, die Anstiege zur Cloef — da zieht der Verbrauch hoch, vor allem im nasskalten Winter, wenn die Heizung mitläuft und die Landstraße glänzt. Im Sommer, runter zur Saar, regeneriert das Ding brav. Bergab fühlt sich an wie ein kleines Geschenk.

Reichweitenangst hatte ich am Anfang, klar. Dann merkt man: bis Perl, bis zur Saarschleife, bis Losheim am See und wieder zurück ist kein Abenteuer. Abenteuer ist eher, hinter einem Traktor zu hängen und trotzdem nicht in den Begrenzer zu treten. Elektrisch heißt nicht langsam. Es heißt: vorausschauen, und den Fuß nicht dauernd auf dem Strom liegen haben.

Tatütata bleibt übrigens spannend. Nur dass ich heute selbst am Steuer sitze und weiß, dass man auf der B51 nicht Theater spielen muss. Leise anrollen, Blick auf die Baustelle, weiter. Ihr wisst schon.